Wir wollen schwitzen…

Der Jakobsweg Camino Frances

Spätestens seit Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ kennt ihn jeder: Den Camino. Den Jakobsweg, auf dem Sie sich selbst finden können und auf dem Sie mit der Natur verschmelzen. Wir gehen ihn heut mal ein bisschen entlang und schauen, was wir denn so entdecken können. Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela ist wohl der bekannteste Pilgerweg überhaupt. Seit über 1000 Jahren wandern ihn Pilger aus aller Welt, um am Ende das Grab des Apostels Jakobus zu besuchen. In ganz Europa gibt es eine Vielzahl von Jakobswegen, doch der wichtigste ist die Via Podiensis durch Frankreich. Alle Jakobswege haben das gleiche Ziel Santiago de Compostela, doch starten sie an ganz verschiedenen Orten. Seit 1993 gehört der Jakobsweg zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wir wollen schwitzen

Und deswegen wählen wir den schönsten aber gleichzeitig schweiß-treibensten Jakobsweg, den Camino del Norte. Er führt uns entlang der spanischen Biskaya Küste. Nur sehr wenige Pilger wählen diesen Pilgerweg, was uns sehr entgegen kommt, denn wir wollen die Natur genießen und uns auf uns selbst konzentrieren. Für unsere Pilgerreise haben wir großzügig 6 Wochen eingeplant. Vermutlich brauchen wir aber nicht ganz so lange.
Unsere Pilgerreise beginnt in San Sebastián. Wir wandern den Großteil der gesamten Strecke -etwa 860km- durch eine hügelige Küstenlandschaft. Es gibt große Höhenunterschiede auf unserer Tour. Für nicht geübte Wanderer ist von diesem Weg abzuraten. Nach etwa 91 km erreichen wir die geschichtsträchtige Stadt Gernika. Hier lebte der Pionier des Jakobswegs Michael Kasper bis zu seinem Tod im April 2005. Unser Weg führt uns weiter zur französisch-spanischen Grenze, die wir nach weiteren rund 160 km erreichen. Wir sind nun in Bilbao. Der Weg wird jetzt etwas erträglicher und nach weiteren 50 km erreichen wir Kantabrien. Wir wandern weiter nach Güemes, vorbei an vielen Küstenorten. Um nun nach Santander zu kommen, müssen wir entlang der Steilküste wandern und ein kleines Stück mit der Personenfähre übersetzen. Wir sind nun in der Hauptstadt Kantabriens.

Erschöpft und einige Kilos leichter, aber glücklich

Weitere Tagesmärsche führen uns durch Santilla del Mar und Comillas nach San Vicente. Von hier aus sind es nur noch rund 30 km bis Asturien. Noch einmal rund 120 km und wir erreichen die Stadt Gijon. Die nächsten 160 km bis Ribadeo sind dann wieder sehr anspruchsvoll, weil bergig. Aber Galizien ist nun erreicht. Wir wandern nun ins Landesinnere vorbei an Mondanedo, Sobrado dos Monxes und treffen auf den Camino Frances von dem aus Santiago nur noch 40 km entfernt ist. Unser Ziel ist erreicht und nun warten wir auf Sie.

 

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