Provinz Ourense – Teil 2

Die Geschichte und Wirtschaft der Stadt

 

Natürlich waren es die Römer, die sich einst in diesem Gebiet niederließen. Was heute die Stadt Ourense ist, war zu Römerzeiten „Auria“. Warum gerade hier, lässt sich leicht erklären. Sie liebten warmes Wasser und hier gab Thermalquellen, sie wollten allzeit Handel betreiben und hier gab es bereits eine Handelsroute. Der Mino war an dieser Stelle auch ohne Brücke recht einfach überquerbar, deswegen führte die Handelsroute hier entlang. Aber die Römer wären nicht die Römer, wenn sie nicht ihrem Perfektionismus gefrönt hätten. Also entstand eine Brücke. Das war gut für die Handelsroute aber natürlich auch um die heißen Quellen beider Ufer trockenen Fußes nutzen zu können.

Maurische Eroberer und Normannen zerschlugen die Stadt zunehmend, sodass sie bald nicht mehr bewohnbar war. Das blieb über einige Hunderte Jahre so. 

Dann übernahmen die Sueben die Siedlung, und nachdem der Suebenkönig Teodomiro zum Katholizismus übertrat, ließ er die erste Kathedrale in Ourense errichten.

Erst König Sancho II von Kastilien schaffte den vollständigen Wiederaufbau der Stadt und sie erlangte den Status der Hauptstadt des Königreiches der Sueben.

In ihrer Blütezeit als Bischofssitz und Hauptstadt gewann sie zunehmend an Bedeutung als geistliches Zentrum und als Handelsstadt. Das dies so blieb war nicht nur ihrer geographischen Lage zu verdanken. Auch ihre große jüdische Gemeinde hatte entschieden Anteil an der bleibenden Entwicklung. Doch Ende des 15. Jahrhunderts vertrieben die katholischen Könige die Juden, was den wirtschaftlichen Untergang Ourenses zur Folge hatte.

Der Handel mit Wein und Öl ließ die Stadt wieder auferstehen und mit dem Bau neuer Verkehrswege wuchs auch die Infrastruktur wieder. Heute gibt es eine Eisenbahnverbindung nach Zamora und nach Madrid. All dies führte auch wieder zum Wirtschaftswachstum in diesem Gebiet.

 

Was hat die hiesige Küche zu bieten und was wird gefeiert?

 

Für Ihre Reise nach Ourense würden wir Ihnen den Februar wärmstens ans Herz legen. In dieser Zeit werden Sie hier eine der einzigstartigsten Karnevalveranstaltungen ganz Spaniens erleben. Genannt wird dieses Fest hier „Entroido“ und es bietet Ihnen die perfekte Gelegenheit, die Stadt sowie dessen Einwohner richtig kennenzulernen.

Auch gastronomisch bietet dieses Fest Gelegenheit zum Probieren allerlei Köstlichkeiten.

Allen voran ist die „Empanada de Anguillas“ (die Adelspastete) eine der beliebtesten Spezialitäten.

Aber auch das Fleischgericht „Ó Caldeiro“ (gekochtes Rindfleisch mit Öl, Knoblauch und Paprikapulver) oder das berühmte Zickleinbraten müssen Sie probieren. Ourense hat natürlich auch süße Spezialitäten zu bieten. Unbedingt zu empfehlen sind hier das „Marrón Glacé“ (Süßspeise aus Maroni) und die „Cañas Pasteleras“ (Cremeröllchen). Bei dem Gedanken an diese Köstlichkeiten läuft mir bereits das Wasser im Munde zusammen. Bleibt nur noch „Guten Appetit“ zu wünschen. 

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