Provinz Asturien – Teil 2

 

Geschichte und Kultur Asturien’s

 

Asturien ist schon seit der Steinzeit von Menschen besiedelt. Zahlreiche Höhlensysteme entlang der nordspanischen Küste beherbergen die Zeugnisse dieser Zeit in Form von Höhlenmalereien. Das geschätzte Alter der Malereien liegt bei 15.000 Jahren. Darüber hinaus finden Sie in der gesamten Region Asturien’s etwa 700 Dolmen. Dolmen erkennen Sie an ihrer Form, sie sehen aus wie überdimensionierte große Steintische. Zumeist dienten sie als Grabstätte und geben Zeugnis über die soziale Entwicklung des Menschen.

Später siedelten sich Iberer an. Etwa 800 v. Chr. kamen dann die Kelten. Siedlungen wie Castro de Coaña legen hierfür Zeugnis ab. Natürlich dürfen auch in Asturien nicht die alten Römer fehlen und so wurde die Region um 20 v. Chr. in das Römische Reich eingegliedert. Ab dem 5. Jahrhundert etwa war Asturien dann Teil des Westgotenreiches. Im 8. Jahrhundert eroberten die Muslime die Region, doch die Christen holten sie sich zurück und Asturien wurde zum Königreich. Maßgeblich für die Rückeroberung war der spätere erste spanische Nationalheld Pelagius.

Im 13. Jahrhundert wurde es dann zum Fürstentum. Revolutionen und Bürgerkriege folgten, bis Asturien dann am 11. 01.1982 zur autonomen Region wurde.

 

Tourismus, Nationalparks und kulinarische Genüsse

 

Vor allem Naturtourismus wird in Asturien groß geschrieben. Ein Drittel der gesamten Fläche Asturiens steht unter Schutz. Die geschützte Natur bietet das Kapital für den Tourismus in dieser Region.

Die Picos de Europa im Osten Asturiens sind ein gigantisches Kalksteinmassiv, die bis ins benachbarte Kantabrien hineinreichen. Allein hier bildet eine Fläche von 700 Quadratkilometer einen Nationalpark mit besonderem Schutz. Ein Paradies für Naturwanderer, denn für Wandertouren ist dieses Gebiet hervorragend erschlossen. Besonders Hartgesottenen können wir den Bärenpfad empfehlen. Der 22 km lange befestigte Weg von Tuñón bis Entrago ist ein Naturlehrpfad. Mit ein bisschen Glück bekommen Sie einen der scheuen asturischen Braunbären in freier Wildbahn zu Gesicht. Und falls nicht auch kein Problem, dann schauen Sie sie sich in einem dortigen Freigehege an.

Unvorstellbar ist auch, dass Sie in der asturischen Küche nichts für Ihren Gaumen finden. Die Zubereitung asturischer Gerichte ist von der Verwendung hochwertiger Produkte gekennzeichnet. Die Vielfalt an Fisch und Meeresfrüchten ist enorm. Ob Entenmuschel, exotischer Seeigel oder gewöhnliche Sardine, die vielfältigen Variationen der Zubereitung haben Tradition.

Wer eher auf Eintöpfe schwört, muss ins Landesinnere. Suppen aller Variationen stehen hier zur Wahl. Besonderes Augenmerk liegt hier auf allem, was mit Fleisch zu tun hat. Ob geschmort, gebraten oder gekocht, Ihr Gaumen wird sein eigenes Fest feiern.

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