Die Steineichen

Die Steineichen – monumentale Charakterbäume der mediterranen Klimazone

 

Zu den besonderen Schätzen der Natur Mallorcas zählen die immergrünen Steineichenwälder.

Fast jeder war schon mindestens einmal auf Mallorca. Und wenn Sie wegen der Flora und Fauna auf der Iberischen Halbinsel waren, dann sind Ihnen die Steineichenwälder sicherlich nicht entgangen. Sie sind die ältesten Bäume Spaniens und die dicksten und größten noch dazu. Also eigentlich kaum zu übersehen. Zu finden sind sie vor allem überall dort, wo mediterranes Klima vorherrscht. Auch in submediterrane Gebiete hat sie sich eingeschlichen, wie zum Beispiel in die Gegend am Gardasee. Erstaunlicherweise ist sie auf den Britischen Inseln sogar winterhart. Dort können Sie sie in Parks oder auch Gärten bestaunen. An einigen Stellen finden Sie sogar Wildwuchse.

 

Woran erkennen Sie eine Steineiche?

 

Zunächst einmal sind Steineichen sehr groß.Sie erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 20 Meter, manchmal sogar bis zu 28 Meter. Ihr Stammdurchmesser kann bis 140 cm dick werden. Sie ist immer grün, deshalb wird sie auch gerne Grüneiche genannt. Die Borke der Steineiche ist meist glatt und von bräunlich-schwarzer Farbe. Erst im Alter ist sie in kleine Platten zerrissen. Ihr Stamm ist zwar dick, doch recht kurz. Das Gewölbe ihrer Äste beginnt schon recht weit unten und ist sehr ausladend. Sicher haben Sie schon mal einen Baum gesehen, der allein in einer Graslandschaft steht und sich in seiner Mächtigkeit stark vom Horizont abhebt. Dann haben Sie eine Steineiche vor sich. Gerne wird diese Kulisse auch als Fotomotiv genutzt. Im Prinzip sieht dieser Baum genau so aus wie ihn Kinder gerne zeichnen. Kleiner dicker Stamm, großes rundes Gewölbe drum herum, fertig ist die Steineiche. Sie blüht jährlich von April bis Mai und kann bis zu 500 Jahre alt werden.

 

Ist die Steineiche nutzbar?

 

Sie ist sogar recht vielseitig nutzbar. Zunächst einmal können Sie die Samen der Steineiche essen. Ob gegart oder roh, sind von süßem bis zum Teil auch bitterem Geschmack. Durch die Larven verschiedener Insektenarten werden an der Steineiche Gallen erzeugt. Diese Gallen werden in der Medizin genutzt. Aus der Borke kann man Tannin gewinnen. Ihr Holz eignet sich hervorragend als Feuerholz, selbst wenn es noch nicht ausgetrocknet ist. Auch zum Bau von Möbeln lässt sich das Holz der Steineiche sehr gut verwenden, da es recht hart ist. Bei uns auf der Iberischen Halbinsel wird der Baum in Hainen angepflanzt, damit dann später in der Mastzeit, welche mit der Reifezeit der Eicheln einhergeht, die Eicheln von den Schweinen gefressen werden. Das ist dann maßgeblich für den Geschmack des Fleisches der Schweine. Hier sei vor allem der iberische Schinken genannt.

%d Bloggern gefällt das: