Schuld ist eine Jungfrau…

Das königliche Kloster von Nuestra – Señora de Guadelupe – schuld ist eine Jungfrau

 

Einem Schäfer erschien eine Jungfrau in Form einer Madonnenstatue. Was tun? Eiligst wurde an dieser Stelle eine Kapelle erbaut. So geschehen im späten 13. Jahrhundert in der Provinz Cáceres, welche zur autonomen Gemeinschaft Extremaduras gehört. Das waren die Ursprünge des späteren Klosters von Nuestra Señora de Guadelupe. Die kleine Kapelle wurde sehr gerne immer wieder von König Alfons XI von Kastilien besucht. Bevor er in die Schlacht am Salado zog, bat er die Madonnenstatue Guadelupe um Hilfe. Er gewann die Schlacht und sah seinen Sieg als Zeichen des Wohlwollens Guadelupes.

Schnell erklärte er die Kapelle zum königlichen Heiligtum und wollte nun Größeres anstelle der kleinen Kapelle. So begann der Bau des Klosters. Die Ordensgemeinschaft der Hieronymiten übernahmen 1389 das Kloster und machten es kurzerhand zu ihrem Hauptsitz. Unter ihrer Leitung ging der Bau über lange Zeit weiter.

 

Die Architektur des Klosters

 

Am Bauwerk können Sie viele Stilrichtungen erkennen. Die Bauarbeiten dauerten 3 Jahrhunderte, was seine komplexe Architektur erklärt. Das Kloster ist in vier Abschnitte aufgeteilt. Da haben wir die Basilika-Kirche, das Auditorium, den Mudéjar-Kreuzgang und den gotischen Kreuzgang. Am Bau der Kirche finden Sie eindeutig den Stil der frühen Renaissance in Vorherrschaft, obwohl sie im Stil des Übergangs von Gotik zur Renaissance erbaut wurde. Die Kirche ist einschiffig, hat Seitenkapellen und ein Dreikonchenchor. Sie ist überwölbt mit Kreuzrippengewölben und hat einen barocken Hochaltar.

Die Architektur des Klosters entstand zwar über mehrere Jahrhunderte, doch beherrscht wird sie noch immer von ihrem einstigen Erbauer König Alfons XI.

 

Museen im Kloster

 

Im Kloster können Sie gleich mehrere Museen besuchen. Im Stickereimuseum erzählen Gewänder des 15. bis 19. Jahrhunderts die Mode der damaligen Zeit. Im Museum für illuminierte Bücher warten neunzig Exemplare aus der Schreibstube “Scriptorium guadalupano“ auf Ihre Bewunderung.  Unter anderem liegen zwei Passionsbücher aus dem 15. Jahrhundert und riesige Chorbücher für Sie bereit. Das Museum für Skulpturen und Gemälde finden Sie in der ursprünglichen Kleiderkammer. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie hier auf die Gemälde von Goya und El Creco, sowie den Schnitzarbeiten von Michelangelo legen. In der alten Sakristei finden Sie schlussendlich die Gemälde von Zurbarán.

Auch die Gartenanlage des Klosters sollten Sie gesehen haben. Genießen Sie die einmalige Atmosphäre des mittelalterlichen Ziergartens, in welchem Sie die Einflüsse der Mudéjar-Kultur erkennen können. Orangenbäume und Zypressen führen Sie durch vier erhöhte Gänge in dessen Mitte Sie einen Tempel vorfinden. Islamische und christliche Architektur sind in diesem Bau auf einmalige Art miteinander vereint.

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