Die Höhle von Altamira

 

Die Höhle von Altamira ist eine unglaubliche Sehenswürdigkeit, doch leider ist sie seit 1979 nicht mehr für uns als Besucher zugänglich. Wer noch vor 1979 das Glück hatte sie zu besuchen, weiß, welch ein Zauber sie ausübt. Wir fühlten uns damals in eine Zeit vor der Zeit zurück versetzt. Die Atmosphäre in der Höhle mit ihrer Höhlenmalerei beeindruckte nachhaltig. Fast konnte man unsere Vorfahren spüren.

Wenngleich auch schade, so ist es doch gut, dass die Höhle nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Vermutlich wäre dieses Weltkulturerbe wohl sonst schon zerstört, denn der Atem der Menschen und angebrachte Holzgeländer ließen die Materialien in der Höhle schimmeln.

Doch es gibt inzwischen eine Alternative, denn etwa 500 m von der Höhle entfernt können Sie das „Imitat“ der Höhle besichtigen.

Die Höhle selbst finden Sie in der Nähe der Stadt Santillana del Mar in Kantabrien. Das ist etwa 30 km von Santander entfernt. Natürlich ist sie ein Teil des UNESCO-Welterbes.

Die Größe der originalen Altamirahöhle umfasst eine Fläche von mehr als 5500 Quadratmeter.

Ein unglaublicher Zufall führte 1868 zur Entdeckung der Höhle. Ein Jäger vermisste seinen Hund und stieß beim Suchen des Hundes auf die Höhle. Sofort erstattete er dem Grundherrn von Santillana, Don Marcelino, Meldung. Wie der Zufall gelegentlich spielt, war dieser Naturwissenschaftler. Die Tochter des Dons war erst 5 Jahre alt und somit klein genug, um in der Höhle aufrecht zu gehen. Sie war es, die die Höhlenmalereien entdeckte. Daraufhin fing Don Marcelino an, in der Höhle zu graben.

Lange Zeit zweifelten Fachleute aus aller Welt an der Echtheit der Höhlenmalereien.

1901 wurden dann ähnliche Malereien in einer Höhle in Frankreich entdeckt. Erst jetzt erkannte die Fachwelt ihren Irrtum.

In der Höhle finden sich etwa 930 verschiedene Malereien von Tieren. Die Malereien waren sowohl schwarz als auch farbig. Sie wurden zum Teil mit den Händen aber auch mit Werkzeugen an die Wände gebracht. Die damaligen Menschen benutzten Holzkohle und Erde, um Farben zu mischen. Haben sie uns dieses Vermächtnis bewusst hinterlassen? Oder war es nur die reine Freude an der Malerei selbst? Das werden wir wohl nicht erfahren. Aber erfreuen können wir uns an diesem Vermächtnis, wenn auch nur an den originalgetreuen Kopien. Besuchen Sie bei Ihrem nächsten Urlaub in Kantabrien das Höhlenimitat. Sie werden sehen und staunen.

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