Die Altstadt von Toledo

 

Machen wir uns heute auf nach Toledo. Sie finden Toledo etwa 65 km südwestlich von Madrid. Toledo ist gleich zweimalige Hauptstadt, einerseits von der spanischen Provinz Toledo und zum anderen von der autonomen Region Kastilien-La Mancha. Zusammen mit Segovia und Ávila zählt Toledo zu einer der drei historischen Metropolen rund um Madrid. Hier lebten Juden, Christen und Muslime über Jahrhunderte zusammen. Deswegen nennen wir Toledo auch gerne die „Stadt der drei Kulturen“.  Wenn Sie nach Toledo kommen, dann bringen Sie ausreichend Zeit mit. Denn hier gibt es ein wahres Eldorado an Sehenswürdigkeiten aller drei Kulturen. Kirchen, Moscheen, Synagogen, Paläste und Festungen in verschiedenen Baustilen machen Toledo zu einem einzigen großen Museum unter Gottes freiem Himmel.

 

Toledos Bedeutung im Mittelalter

 

Toledo war einst die Hauptstadt Hispanias. Das war, als das Reich den Westgoten unterlag, im 6.Jahrhundert. 1519 wurde die Stadt dann zur Hauptstadt des Reiches, unter Kaiser Karl V. Die Größe der Primatskathedrale zeigt alleinig die Bedeutung dieser Stadt im Mittelalter. Ihre Bauzeit betrug etwa dreihundert Jahre. Sie verfügt über eine Fläche von 12.000 Quadratmetern zählt fünf Schiffe. Die Kathedrale ist das bedeutendste Gotteshaus Spaniens und das größte der ganzen Welt. Sie gilt als eines der Meisterwerke der Gotik. Als im 8. Jahrhundert die Mauren in Toledo eintrafen und zusammen mit den Christen und Juden dort lebten, stieg die Stadt zur „Stadt der drei Kulturen“ auf. Beispielsweise wurde die berühmte Übersetzerschule zu dieser Zeit erbaut. Toledo erlebte damals seine absolute Glanzzeit.

 

Das künstlerische und kulturelle Erbe

 

In der Altstadt von Toledo spiegelt sich das künstlerische und kulturelle Erbe deutlich wieder. Die Stadtmauern begrenzen das Straßennetzwerk. Unzählige Tore führen in oder aus der Stadt. Das Haupttor „Puerta de Bisagra“ besteht aus zwei Teilen und wird mit dem Kaiserwappen geziert. Es ist maurischen Ursprungs. Der Mudéjarstil findet sich in der Puerta del Sol wieder. Er wurde im 13. Jahrhundert errichtet und Sie können Reste eines frühchristlichen Sarkophags bestaunen. Aus der christlichen Wiedereroberung stammt die Moschee Christo de la Luz. Sie wurde im Jahr 999 erbaut und im 12. Jahrhundert mit einem Chorhaupt im mudéjar-romanischen Stil aufgepeppt. Auch von den Christen, die unter maurischer Herrschaft lebten, sind gut erhaltene Kirchen geblieben. Wie zum Beispiel San Sebastián und Santa Eulalia. Jüdische Spuren finden Sie in den Synagogen Santa Maria la Blanca und del Tránsito.

Sämtliche Bauwerke aus allen drei Kulturen hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, deshalb schlagen wir vor: Gehen Sie nach Toledo und schauen Sie selbst. Sie werden es nicht bereuen, denn Toledo ist einer der schönsten Städte überhaupt. So sehen wir das.

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