Eine echte Altstadt aus dem 17. Jahrhundert

 

 

UNESCO Weltkulturerbe Altstadt Cáceres in Extremadura

 

Nur wenige wissen um die Kulturdenkmäler in der Altstadt von Cáceres. Sie zählen zu den schönsten und besterhaltenen Stätten Europas. Cáceres ist die Provinzhauptstadt in der gleichnamigen Provinz Cáceres, in der autonomen Region Extremadura. Die Extremadura finden Sie im Westen Spaniens an der Grenze zu Portugal. Die Gegend um Cáceres ist sehr kontrastreich und bekannt für seine beweideten Eichenhaine. Wenn Sie nach Cáceres kommen, erwartet Sie erst einmal ein lärmendes Stadtbild. Das lebendige Treiben der Einwohner lenkt Sie zunächst von der Schönheit der ummauerten Stadt ab. Gehen Sie es langsam an. Bevor Sie in die Altstadt vordringen, sollten durch die Gärten der Avenida de Espana schlendern. Hier können Sie noch einmal tief Luft holen und sich langsam durch die Straßen San Anton, San Perdro und Pintores zum Plaza Mayor hinabbegeben.

 

In der Altstadt angekommen

 

Versuchen Sie diesen wunderschönen Rathausplatz mit seinen Arkaden auf sich wirken zu lassen, auch wenn es hinsichtlich seines Nachbargebäudes ein wenig schwer fällt. Hier finden Sie den Palast von Cáceres. Erbaut wurde er genau an der Stelle, wo einst die Synagoge stand. Als die Juden Ende des 15. Jahrhunderts vertrieben wurden, wurde diese kurzerhand niedergerissen. Gebaut wurde hier nun ein Kloster, und im 16. Jahrhundert baute auf dem gleichen Gelände die Familie de la Isla eine Stadtresidenz. Nun versuchen Sie, beim Anblick dieser schwer zu übertreffenden historischen und künstlerischen Vergangenheit nicht in Ehrfurcht zu erstarren. Uns ist das nicht gelungen.

 

Eine echte Altstadt aus dem 17. Jahrhundert

 

Die Altstadt selbst ist ein wahres Labyrinth. Wenn Sie vom der Plaza Mayor durch den Sternenbogen – er wurde 1723 errichtet – gehen, gelangen Sie in das Herz der Altstadt. Spätestens jetzt glauben Sie, eine Zeitreise angetreten zu sein. Zahlreiche Adelshäuser säumen den Straßenrand, sodass Sie wahrhaft meinen, im 17. Jahrhundert gelandet zu sein. Das Casa de los Golfines de Abajo zum Beispiel ist eines der schönsten Herrenhäuser in der Plaza de Santa Maria. Seine Struktur ist gotisch, aber auch mudéjar. Ein ganz typischer Palast aus dem 15. Jahrhundert, dem im 16. Jahrhundert platereske Schmuckelemente hinzugefügt wurden. Hier logierten die katholischen Könige bei ihren Besuchen in der Stadt. Auch unbedingt sehenswert ist der Palacio de las Veletas. In ihm ist das Museum von Cáceres untergebracht. Er wurde im 16. Jahrhundert errichtet und dies auf den Resten eines vorigen Baus. Von diesem ist nur eine arabische Zisterne aus dem 12. Jahrhundert erhalten.

Wir könnten jetzt hier so richtig ins Schwärmen geraten, statt dessen schlagen wir vor: Sehen Sie es sich selber an!

%d Bloggern gefällt das: