Autonome Gemeinschaft Katalonien – Hauptstadt Barcelona Teil 2

 

Interessantes zur Hauptstadt

Barcelona ist die zweitgrößte Stadt Spaniens. In der Europäischen Union nimmt sie Platz elf ein. Etwa 1,7 Millionen Menschen leben im Stadtgebiet, der Ausländeranteil liegt bei etwas über 16%.
Barcelonas Geschichte beginnt vor etwa 2000 Jahren als die iberische Siedlung Barkeno. Es wurden Artefakte aus der Jungsteinzeit und der Kupfersteinzeit gefunden, welche belegen, dass die Region sehr lange besiedelt ist. Im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. war die Region von zwei verschiedenen iberischen Völkern besiedelt, das bezeugen geprägte Münzen beider Siedlungen, die noch heute erhalten sind.
Es gibt verschiedene Legenden zur Gründung Barcelonas. Die meist Verbreitetste ist die Eroberung der Siedlung durch die Dynastie der Barkas. Könnte zumindest namentlich passen. Während der Herrschaft Kaiser Augustus im ersten Jahrhundert sah die Stadt eher wie ein Militärlager aus. Die zwölf Hektar der Stadt wurden von einer etwa 1,5 km langen Mauer umschlossen. Doch schon im zweiten Jahrhundert gewann die Stadt an Größe und bereit knapp 5000 Menschen lebten in ihr. Gewirtschaftet wurde im Weinbau und der Landwirtschaft. Die Bevölkerung war alles andere als arm, das belegen die archäologischen Funde aus dieser Zeit, dennoch gab es in Barcino (damaliger Name) kein Amphitheater oder einen Circus, wie das in anderen Städten der Fall war. Nur ein öffentliches Gebäude existierte, der Tempel, der seinerzeit von Kaiser Augustus geweiht wurde. Gebaut wurde er vermutlich im ersten Jahrhundert und war ziemlich groß, verglichen mit der Größe der Stadt selber. Stolze 35 Meter war er lang und 17,5 Meter breit.
Erst in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts wurde Barcino christlich. Im fünften Jahrhundert ging das Reich an die Westgoten und im achten Jahrhundert an die Mauren. Anfang des neunten Jahrhunderts ging es dann in die spanische Mark über.

Feste und Feierlichkeiten

Natürlich wird auch in Barcelona wie überall in Spanien gerne gefeiert. Feste gibt es das ganze Jahr über. Im Februar ist der Karneval in Barcelona eine Reise wert. Im März gibt es das »Festes de Sant Medir de Gràcia«, ein einwöchiges Spektakel mit einer Prozession von Lasttieren und Reitern auf ihren schönsten Rössern. Im April gibt es die Osterwoche, eine prunkvolle Feierlichkeit. Ebenfalls im April, genauer am 23., gibt es das Sant Jordi, welches einen schönen Brauch beinhaltet. Der Mai bringt die Formel 1 ins Land, und die Tamborinada, ein Fest für Kinder, steigt. Der Juni bringt die mit gleich vier Festen zum Kochen. Im August steigt das Festa Major de Gràcia und im September der katalanische Nationalfeiertag sowie »La Mercè«, ein einwöchiges Fest mit Konzerten, Umzügen und Feuerwerken.

%d Bloggern gefällt das: