Archäologische Stätten von Atapuerca oder die Knochengrube „Sima de los Huesos“

 

Die Entstehung des Menschen und der Verlauf seiner Entwicklung bis hin zum modernen Menschen ist ein überaus faszinierendes Thema. Man sagt ja, dass wir zu einer sehr jungen Spezies gehören, zumindest gemessen an der Dauer der vor uns auf diesem Planeten lebenden Bewohnern. Die Dinosaurier zum Beispiel bevölkerten die Erde etwa 170 Millionen Jahre. Unsere ersten Vorfahren entstanden vor geschätzten 8 Millionen Jahren in Afrika. Und das auch nur, zumindest wird es so vermutet, weil bei einem sogenannten Kontinentaldrift Asien mit aller Wucht gegen die Ostseite des afrikanischen Kontinents gedrückt wurde. Das dadurch entstandene Gebirge sowie das Wegfallen der Bäume, auf denen die Hominiden bis dato lebten, zwang diese sich in einem neuen Lebensraum zu orientieren. Die Hominiden, welche auf hinter dem Gebirge gelandet waren, waren gezwungen sich mehr und mehr auf ihre Hinterbeine zu stellen, um überhaupt Gefahren oder Nahrung auszumachen. So begann allmählich die Entwicklung von Affe zu halb Mensch, halb Affe und der langsame Übergang vom Affen hin zum Menschen. Der älteste Fund eines Hominiden – Fossils wird auf etwa 6-7 Millionen Jahre geschätzt.

 

Die Knochengrube

 

Bis vor etwa zwei Millionen Jahren spielte sich unsere ganze menschliche Evolution ausschließlich auf dem afrikanischen Kontinent ab. Dann erst begann der – inzwischen „Homo erectus“- sich auf den Weg von seiner Heimat in die Welt zu machen. Und erst vor etwa 100.000 Jahren verließen die letzten modernen Menschen den afrikanischen Kontinent. In allen Teilen der Welt waren unsere Vorfahren nun vertreten und je nach den Verschiedenheiten der Regionen entwickelten sie sich weiter. In Spanien, genauer in der Sierra de Atapuerca, fand man mehrere Höhlen, in denen Fossilien und Steinwerkzeuge entdeckt wurden, dessen Alter auf bis zu 1,2 Millionen Jahre geschätzt werden. Die sogenannte „Knochengrube“ – die Sima de los Huesos – ist wohl die bekannteste dieser Höhlen. Sie wurde 2000 in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. Diese Höhle ist nur schwer zugängig, nur kriechend kann man sie durch das Höhlensystem der Cueva Major erreichen. Seit 1983 finden hier Ausgrabungen statt. 1997 stieß man auf über 5000 menschliche Knochen und rund 28 Skelette dessen Alter auf 350.000 bis 600.000 Jahre geschätzt werden.

 

Frühe Bauwerke

 

Alles, was in den Ausgrabungsstätten gefunden wird, ist wissenschaftlich von unschätzbarem Wert. Die uralten freigelegten Bauwerke belegen, dass sich die Behausungen bis ins 19. Jahrhundert wenig verändert hatten. Sie waren typisch für die Provinz Leon und in ihrer traditionellen Bauweise einmalig. Vieles aus der Geschichte der Menschheit kann hier entdeckt und belegt werden.

%d Bloggern gefällt das: