Auslandssemester in Spanien

 

Immer mehr Studiengänge in Deutschland geben den Studenten die Möglichkeit ein oder sogar mehrere Semester im Ausland zu verbringen, manchmal ist dies sogar verpflichtend. Ein sehr beliebtes Ziel für ein solches Auslandssemester ist Spanien, denn gute Spanischkenntnisse sind ein Hingucker auf dem Lebenslauf, schließlich wird die Sprache von mehr als 500 Millionen Menschen auf der Welt gesprochen.

 

Vor dem Auslandsaufenthalt

Bevor man sich für ein Auslandssemester bewirbt, sollten natürlich einige Dinge geklärt werden, wie zum Beispiel die Finanzierung. In Spanien liegen die Studiengebühren pro Semester zwischen 500 und 800 Euro. Jedes Jahr werden Sie vom BoletínOficial de Estado im September neu verkündet und es ist unwahrscheinlich, dass sie plötzlich um ein vielfaches ansteigen.

 

Studierende sollten jedoch prüfen, ob die eigene Uni eventuell Partneruniversitäten in Spanien hat, denn in dem Fall zahlt man normalerweise nur die Studiengebühren der eigenen Uni. Die Lebenshaltungskosten sind im Ausland oft höher, da man öfter aushäusig isst und Unternehmungen macht, schließlich möchte man das Gastland auch kennen lernen.

 

Organisationenwie zum Beispiel Erasmus können für eine kleine monatliche Geldspritze sorgen, wenn man sich rechtzeitig bewirbt.

 

Wohin geht die Reise?

Ein tolles Ziel für ein Auslandssemester in Spanien ist übrigens Santiago de Compostela in Galicien, im Nordwesten Spaniens. Berühmt ist diese Gegend für den Jakobsweg, welcher in Santiago de Compostela endet. Das Spanisch, was im Norden gesprochen wird, gilt als sehr akzentfrei, was das Lernen der Sprache um vieles erleichtert. Neben Spanisch wird in dieser Region übrigens auch Galicisch gesprochen, was dem Portugiesisch sehr ähnelt, schließlich grenzt Galicien im Süden an Portugal.

 

Doch auch Studenten, die sich weniger für das Pilgertum interessieren, werden von der historischen Altstadt begeistert sein. Besonders sehenswert ist die Natur der Region, da sie sich von dem typischen Spanienunterscheidet, denn die Region ist stark bewaldet, und sehr hügelig. Eindrucksvoll ist auch die Küste Galiciens, wovon mehr als 800 km Steilküste ist und circa 300 km aus Strandabschnitten besteht.

 

Ein weiterer Punkt, der für ein Auslandssemester in Santiago de Compostela spricht, ist die Tatsache, dass es dort weniger Touristen gibt, somit bekommt man einen besseren Einblick in die spanische Lebensweise. Außerdem ist die Region aus diesem Grund viel günstiger als der touristische Rest des Landes.

 

Alternative

Wem ein halbes Jahr im Ausland zu lange ist, der sollte eine Sprachreise nach Spanien in Erwägung ziehen. Auf diese Weise kann man die Sprache vor Ort lernen und das Gelernte sofort anwenden. Das Gute ist, dass man dann mehr oder weniger gezwungen ist, Spanisch zu sprechen, denn man sollte nicht davon ausgehen, dass die Spanier auch Englisch sprechen können oder gar wollen. Dieser Sprung ins kalte Wasser ist oft das, was einem im heimischen Sprachenunterricht fehlt, denn sobald es brenzlig wird und man etwas nicht weiß, fällt man doch leiderviel zu schnell in seine Muttersprache zurück.

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