Wer oder was ist ein Ichneumon nun eigentlich?

Der Ichneumon – früher verehrt, heute in der Roten Liste gefährdeter Arten

Die alten Ägypter beteten den Ichneumon an, war er doch in der Lage selbst die Apophisschlange zu besiegen.  Apophis war ein altägyptischer Schlangengott. Er verkörperte Chaos und Untergang und war somit der größte Feind des Sonnengottes.  Dargestellt wurde er meist als übergroße Schlange und der Glaube ging davon aus, dass sein Lebensraum das Meer war. Doch der verhältnismäßige kleine Ichneumon, eine katzenartige Manguste mit einer Größe von etwa 60 cm, war fähig es zu töten. Respekt! Angesichts dieser Leistung wurde es von den alten Ägyptern heiliggesprochen. Wen wundert’s!

 

Wer oder was ist ein Ichneumon nun eigentlich?

 

Tatsächlich gehören Schlangen auf seine Speisekarte, aber auch Fische, Amphibien, kleinere Säugetiere, Vögel und Insekten zählen zu seiner Beute. Früchte mag er hin und wieder auch ganz gern. Klassisch gesehen ist er ein Raubtier. Junge Ichneumone sind zähmbar und Sie können sie wie Haustiere halten, ähnlich einer Katze. Sie gelten als sehr verspielt und furchtlos und halten Ihren Hof und Garten frei von Ungeziefer. Wilde Mangusten können sehr bösartig sein. In freier Natur lebende Mangusten sollten Sie sich besser nicht nähern. Der Ichneumon ist etwa 60 cm lang, hinzu kommt noch sein Schwanz mit einer Länge von etwa 40 cm. Der Schwanz ist sehr buschig, während sein langhaariges Körperfell anliegt. Sein Kopf ist zur Schnauze hin recht spitz, ähnlich einer Ratte. Um die Augen herum hat er haarlose Ringe. Die Farbe seines Fells ist meist grau mit braunen Sprenkeln. Seine Ohren sind klein und rund. In Europa finden Sie den Ichneumon nur in Spanien und Portugal. Allerdings weiß man nicht sicher, ob er hier beheimatet ist oder von Menschen eingeführt wurde.

 

Verhalten, Lebensart und Vermehrung

 

Leider ist nicht viel über die Lebensweise von Mangusten bekannt. Einige sagen, dass sie in kleinen Gruppen, bis zu max. sieben Tieren zusammenleben, andere sagen, sie seien Einzelgänger. Nichts davon ist belegt.

Wenn Mangusten jagen, sind sie blitzschnell. Diese Schnelligkeit ermöglicht es ihnen, selbst Giftschlangen zu erbeuten. Es wird allgemein angenommen, dass der Ichneumon resistent gegen das Gift von Schlangen ist. Das ist ein Mythos – er ist lediglich schnell genug, um nicht gebissen zu werden.

Die Tragzeit des Nachwuchses beträgt in der Regel etwa 70 Tage. Meist erblicken zwischen zwei und vier Babys das Licht der Welt. Gesäugt werden sie etwa acht Wochen lang, doch bis zur Selbstständigkeit vergehen etwa sechs bis zwölf Monate.

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