Was hat Aragón denn so zu bieten?

Die Architektur der Mudéjaren in Aragón

 

Aragón ist ein ehemaliges Königreich, das 1978 bei der Verfassungsreform den autonomen Status erhielt. Die Hauptstadt der Region ist Zaragoza. Doch heute geht es uns weniger um Aragón, sondern vielmehr um die Entstehung der Mudéjaren-Architektur. Ach so, Sie wollen auch etwas über Aragón erfahren? Also dann schauen wir mal, ob es überhaupt etwas Interessantes zu berichten gibt.

Doch zunächst wenden wir uns der Mudéjaren-Architektur zu. Haben Sie das Wort Mudéjaren schon einmal gehört oder gelesen? Und was sind Mudéjaren überhaupt?

Zu der Zeit, als in Spanien die christlichen Königreiche herrschten, gerieten auch Muslime darunter.

Diese Muslime nannte man Mudéjares, was soviel wie „Person, der es erlaubt wurde, zu bleiben“ bedeutet. Sie hatten das Recht ihre Religion weiter auszuüben und wurden allgemein auch recht wohlwollend behandelt. Doch im Laufe der Zeit passten sie sich an die christliche Umgebung an.

 

Der Mudéjar-Stil

 

Der Mudéjar-Stil ist ein Zusammenspiel aus verschiedenen Kulturen. Das Zusammenleben von Juden, Muslimen und Christen brachte diesen Stil hervor. Jede dieser Kulturen hatte ihr eigenes Architekturverständnis. Zusammengebracht ergab sich der Mudéjaren-Stil. Auf unserer schönen Iberischen Halbinsel war er der architektonisch prägende Baustil des 12. Jahrhunderts. Es waren vor allem die Mudéjaren, die starken Einfluss auf diese Architektur ausübten. Wenn Sie Formen wie zum Beispiel Hufeisenbögen, Stuckornamente oder Stalaktitgewölbe sehen, so erahnen Sie schon die prägende islamische Architektur. Später verband man diese Bauweise mit der Gotik und der Renaissance. Eines der bekanntesten Beispiele für diesen Baustil ist wohl die Synagoge von Toledo. Sie wurde zwischen 1200 und 1365 erbaut. Im 14. Jahrhundert erreichte der Mudéjar-Stil seinen Höhepunkt.

 

Was hat Aragón denn so zu bieten?

 

Aragón bietet 12 große Städte an. Die Bekannteste von allen ist wohl Teruel. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in dieser autonomen Region. Und sie ist, unserer Meinung nach, die Sehenswerteste von allen. Teruel ist geprägt durch seine multikulturelle Vergangenheit. Wegen seiner einzigartigen Gruppierung an Bauwerken der Mudéjar-Architektur wurde Teruel 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Touristische Attraktionen finden Sie hier reichlich und wie immer kommen hier vor allem Kultur-Freaks auf ihre Kosten.

Zu den Mudéjar-Bauwerken gehören unter anderem San Martin und San Pedro sowie die Kathedrale Santa Maria und die Türme El Salvador. Aber auch das Mausoleum „Los amantes de Teruel“ gehört zwingend auf Ihre Laufliste.

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