Hauptstadt Santander Teil 2

 

Ein bisschen Geschichte….

 

Wie bereits in Teil 1 erwähnt, war ein keltiberischer Stamm der Cantabrer der Erste, der in diesem Gebiet ansiedelte. So geschehen in der Antike. Doch im 5. Jahrhundert wurden sie von den Westgoten vertrieben. Und auch hier geht es nicht ohne die Mauren, die dieses Gebiet im 8. Jahrhundert eroberten. Doch schon im selben Jahrhundert wurden auch die Mauren wieder vertrieben, Alfons II war nun der Held. Im 13. Jahrhundert fällt die Region dem Königreich Kastilien zu, erobert von Ferdinand I. Dann kamen im 19. Jahrhundert die Franzosen und besetzten den Norden Spaniens. Ihre Rechnung war ohne die Guerrilleros aufgestellt, denn diese führten einen erbitterten Krieg gegen die Besatzer und waren erfolgreich. Seit 1981 ist diese Region nun autonom.

Die Römer sorgten einst dafür, dass sich der Hafen von Santander zu einem der Wichtigsten Kantabriens entwickelte. Der wirtschaftliche Handel mit Amerika bescherte der Stadt zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert Wohlstand. Auch heute lebt die Industrie noch vom Export mit Kohle- und Erzvorkommen. Eines der größten Unglücke der Stadt geschah im Februar 1941. Ein Großteil der Straßen im Zentrum wurde bei einem verheerenden Brand nahezu völlig zerstört. Die Folge war, dass viele der historischen Gebäude für immer vernichtet waren. Ein Neuaufbau der Innenstadt war von Nöten, sodass Santander nun eher eine „neue“ Stadt ist.

 

Spezifisches aus der Region und kulinarische Besonderheiten in Santander

 

Die eigentliche Schönheit von Kantabrien liegt unter den Wiesen und Bergen versteckt. Eine faszinierende Höhlenlandschaft voller unschätzbarer Werte erschließt sich dem Besucher. Über 6000 Höhlen und Grotten warten auf Sie, um sich Ihnen mit ihrer außerordentlichen Schönheit und ihren sanften Licht- und Schattenspielen zu präsentieren. Die meisten der Höhlen dürfen besucht werden und Sie werden beeindruckt sein über ihren bemerkenswert guten Zustand. Sie blieben über Jahrhunderte unentdeckt. Es gibt zahlreiche unterirdische Flüsse, Labyrinthe und Schluchten zu bestaunen. Ja sogar Brunnen gibt es zu entdecken. Und natürlich auch Höhlenmalereien, gefertigt von unseren Vorfahren und teilweise bis zu 40.000 Jahre alt. Allein dafür lohnt sich der Abstieg.

Apropos entdecken: Entdecken Sie auch die kulinarischen Genüsse, die Santander zu bieten hat. Da sich die Stadt relativ mittig zwischen Meer und Bergen angesiedelt hat, gibt es natürlich die Köstlichkeiten des Meeres sowie des Landesinneren. Neben den bekannten Meeresfrüchten kommen auch die charakteristischen „rabas“ (frittierte Tintenfischstreifen) und die „bocartes rebozados“ (panierte Sardellen) aus dem Meer. Aus dem Landesinneren kommt das erstklassige Rindfleisch. Traditionellstes und beliebtestes Gericht der gesamten Region ist der „cocido montañés“ das ist ein Eintopf mit Bohnen, Fleisch und Kohl. Klingt simpel und Sie denken nun vielleicht… hmm?, naaja?…, aber glauben Sie ja nicht, dass Sie etwas ähnlich Leckeres schon je zuvor gegessen hätten. Ich kann es Ihnen nur wärmstens empfehlen. Ebenso die Nachspeise „sobaos pasiegos“, das sind Teilchen aus Butter, Mehl und Eiern…. umwerfend!!!!

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