Provinz Pontevedra – Teil 2

Die Geschichte der Provinz und der Stadt Pontevedra

 

Schon im Steinzeitalter war die Provinz besiedelt. Dieser geschichtliche Nachweis ergibt sich aus den Ausgrabungen und archäologischen Funden der Region. Am Flussufer und auf den Terrassen fanden sich Äxte, die eindeutig aus der frühen Altsteinzeit stammen. Die Funde an den Ausgrabungsstätten Mouronte und Salcedo belegen die Kultur von Castros. Auch bestimmte Steine und Angelhaken, welche zum Fischfang benutzt wurden, fanden sich hier. Geschichtliche Einflüsse haben wir hier zur Genüge. Beginnend mit den Phöniziern über die Römer, Wikinger und Muslime bis hin zu den Christen hat jede Kultur der Geschichte ihren Stempel aufgedrückt und ihre Sehenswürdigkeiten hinterlassen. Die Römer waren es die der Region zu wirtschaftlichem Reichtum verhalfen. Sie bauten Vigo zu einer Hafenstadt von strategischer Bedeutsamkeit aus, die selbst im Mittelalter noch seine Früchte trug.

Im 16. Jahrhundert erlebte Pontevedra seine höchste wirtschaftliche und soziale Blütezeit. Doch im 17. 18. und 19. Jahrhundert verkam Pontevedra aufgrund klimatischer Katastrophen und verlor an Bedeutung. Im Spanischen Unabhängigkeitskrieg, der von 1808 bis 1814 tobte, fanden in der Provinz viele Schlachten zwischen Briten, Portugiesen und Spaniern statt. Dörfer und Städte waren von den Franzosen besetzt, die einst ihre Verbündeten waren. Im allgemeinen Widerstand schaffte Vigo es, ihre Besetzer zu verjagen.

Erst Mitte des 19. Jahrhunderts befreite sich die Provinz aus der Dekadenz und erlangte neuen Aufschwung.

 

Vigo, wichtigste Stadt der gesamten Region

 

Einst ein Fischerdorf, heute eine wichtige Hafenstadt. Der Altstadtkern bezeugt noch das Ursprüngliche und steht damit im krassen Gegensatz zu den modernen Sporthafenanlagen. Der Hafen von Vigo ist mit seinen natürlichen maritimen Eigenschaften einer der besten Häfen der Welt. Die Fischerei- und Konservenindustrie steht heute wieder in voller Blüte.

Der Altstadtkern ist eine einzige historische Sehenswürdigkeit. Verwinkelte Gassen, Häuser mit Wappensteinen, Fassaden mit verglasten Balkonen und die Bogengänge des Plaza de la Constitución. Besonders auffällig, die Kollegiatskirche Santa María, erbaut auf den Überresten einer gotischen Kirche, die vom Piraten Drake angezündet wurde.

Auch in dieser Region ist die galicische Küche besonders schmackhaft. Wolfsbarsch, Steinbutt und Seehecht direkt geliefert aus den Rias Baixas sowie Herz-, Venus-, Enten- und Miesmuscheln und natürlich Austern sind die Rohstoffe vieler verschiedener Gerichte. Aber auch Kalbsfleisch und die berühmten galicischen Kartoffeln sind Bestandteil leckerster Gerichte. Abgerundet mit den Weinen der Region können Sie Ihrer Gaumenlust frönen. Wir wünschen „Buen provecho“!   

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