Tipps für Mallorca Auswanderer

Sehr viele Menschen, die mal einen Urlaub auf der Baleareninsel gemacht haben, stellen sich das Leben und das Auswandern nach Mallorca viel zu einfach vor. Erst wenn sie auf Mallorca sind, bemerken sie wie schwer es im Endeffekt tatsächlich ist.

Einige von den Auswanderungswilligen leben in einer Art Dämmerzustand, erträumen sich dann eine eigene Finca am Meer und denken nur an das „Leichte Leben“ im Süden. Ein paar Stunden hier, ein paar Tage dort arbeiten und den Rest seiner Zeit unter spanischer Sonne genießen. Wer aber dann ankommt und zunächst vor einem Nichts steht, für den fangen Chaos und die größten Probleme erst noch an.

© Manfred Walker / pixelio.de

Für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema Auswandern beschäftigen, haben wir hier einige hilfreiche Anregungen und gut gemeinte Tipps zusammengestellt. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit mit dieser Seite, hoffen aber ein wenig helfen zu können bei der eventuell bevorstehenden Übersiedelung auf die Insel des Lichts.

Vorbereitungen:

Als Erstes sollte vor allem beachtet werden, dass man zu Hause seine persönliche Situation geklärt hat, bevor man seine Füße auf den Boden der Insel stellt. Sowohl das persönliche und soziale Umfeld sollte darüber informiert sein das man bald nicht mehr da ist. Sind die Verträge gekündigt, ist Immobilien Eigentum möglicherweise bereits verkauft. Nur zwei von vielen Fragen die auf den Auswanderer zukommen. Wichtig ist einfach, dass man geordnete Verhältnisse in Deutschland hinterlässt. Wer seine Probleme im alten Zuhause erst von Mallorca aus regeln will hat schlechte Karten. Um sich ein eigenes Bild über die derzeitige Situation auf Mallorca zu verschaffen, sollte man bereits lange Zeit vorher ausreichende Informationen über die Insel einholen. Das kann über das Internet aber auch durch eine Mallorca Zeitung in deutscher Sprache sein. Die meisten kann man sich nach Hause bestellen. Aber nicht nur alleine über diese Quellen sollten Sie im Vorfeld des Auswanderns Informationen einholen. Am Besten versucht man Kontakt mit Auswanderern, die bereits längere Zeit auf der Insel leben, aufzunehmen. Ihre Erfahrungen und Eindrücke von der Insel können ihnen mit grosser Sicherheit hilfreiche und wertvolle Tipps geben. Als sehr hilfreich hat sich dabei zum Beispiel das Mallorca-Forum erwiesen. Wer sich bei der Planung der Auswanderung nach Mallorca übernimmt, scheitert schneller als ihm lieb ist. Vielleicht haben sie Freunde und Bekannte, die ihnen zur Seite stehen können. Als Wichtigstes sollte der Auswanderer immer auf seine eigene Finanzsituation schauen und genau überlegen und durchrechnen, ob ein Neuanfang auf Mallorca überhaupt finanzierbar für ihn ist.

Stellen sie sich einmal die Frage:

was ist, wenn man nicht die gewünschte Arbeit findet und erst einmal Wochen oder sogar Monate ohne sicheres und regelmäßiges Einkommen dasteht?

Kann diese finanzielle Situation durch Rücklagen abgesichert werden oder ist das dann bereits das Aus auf Mallorca?

Wer nach Mallorca auswandern möchte, braucht, wenn er nicht über genügend finanzielle Reserven verfügt, vor allem eine Arbeit.

Wer glaubt, dass ihm die berühmten gebratenen Tauben zufliegen, sollte besser im sozial abgesicherten Deutschland bleiben. Man darf nicht die Illusion haben, dass die Jobsuche leicht ist. Und wenn man eine Arbeit gefunden hat, kann selbst das schnell wieder vorbei sein.

Am Besten nehmen Sie Kontakt zu einem Berater beim Arbeitsamt auf. Fragen Sie bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung, Postfach 170545, 60079 Frankfurt, nach Angeboten. Informieren Sie sich mindestens 2 – 3 Monate vor ihrer Abreise bei der Krankenversicherung ob sie das Formblatt E benötigen. Und immer wieder: Schreiben Sie Bewerbungen an ansässige Unternehmen auf Mallorca und versuchen sie eine gute Anstellung bereits vor Ihrem Abflug zu finden.

Die Informationen auf dieser Seite sind natürlich nicht nur für Mallorca gültig, sondern für Spanien ganz allgemein. Da Spanien zur EU gehört, stellt auswandern nach Mallorca zumindest rein formell kein größeres Problem dar. Allerdings sollte man sich ausweisen können, wobei ein Personalausweis oder Reisepass genügt. Jeder EU-Bürger hat grundsätzlich das Recht, in jedes EU Land einzureisen und dort auch ohne eine spezielle Arbeitserlaubnis zu arbeiten. Allerdings kann es unter Umständen für Angehörige der neuen EU-Länder Übergangsregelungen geben, die von den hier beschriebenen abweichen. Für manche Berufe ist es zwingend erforderlich, das Ausbildungszeugnis in Spanien offiziell anerkennen zu lassen. Das kann aber auch schon einige Zeit dauern.

Das spanische Gesetz verlangt, dass man sobald der Wohnsitz nach Spanien verlegt wurde bzw. länger als drei Monate vor Ort ist, sich beim Einwohnermeldeamt anmelden muss. Das Einwohnermeldeamt heißt im Spanischen übrigens Ayuntamiento. Auf Mallorquin heißt es wieder anders – die Sprache zumindest ein wenig zu können, ist empfehlenswert, um die benötigten Dokumente zu beantragen. Immer sollte man ein gültiges Ausweisdokument vorlegen können und einen Nachweis (Mietvertrag) für das neue Domizil im jeweiligen Ort.

Beim Oficina de Extranjeros ( Ausländerbehörde ) bzw. der Policía de Extranjeros muss zudem eine N.I.E. (Numero de Identidad de Extranjero), eine Art Kennnummer für Ausländer, bezogen werden. Diese wird bei weitern Behördengängen verlangt. Eine offizielle Aufenthaltsgenehmigung (tarjeta de residencia) wird seit dem 01.04.2007 nicht mehr ausgestellt. All das und noch mehr Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Deutschen Botschaft Madrid.

 

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