Provinz Navarra Teil 1

 

Hintergründe und Besonderheiten der Provinz

Wie schon aus den ersten zwei Teilen über Navarra hervorgegangen, war die Provinz ein unabhängiges Königreich. Und seine Unabhängigkeit hat sich Navarra auch als autonome Region bis heute erhalten. Wenn Sie vom Stolz der Spanier reden, können Sie bei den Einwohnern von Navarra getrost noch mal eine Schippe drauflegen. Denn dieses Völkchen hat seine Souveränität dem spanischen Zentralstaat gegenüber vollständig durchgesetzt. Ob nun in finanzieller Hinsicht oder ganz im Allgemeinen, Navarra ist in jeder Hinsicht ein “kleiner Kontinent” für sich. Bevor Navarra 1982 zur autonomen Region emporstieg, gehörte es offiziell zu Frankreich, jedoch mit alleinigen internen Institutionen. Seine Privilegien behielt es auch nach Vergabe des neuen Status zur autonomen Gemeinschaft. Hier ist wohl auch einer der Gründe des Wohlstandes der Region zu suchen. Das Durchschnittseinkommen liegt hier höher wie im Rest von Spanien. Und im Gegensatz zu früher, als der Großteil in der Landwirtschaft tätig war, arbeitet heute mehr als ein Drittel der Bevölkerung in zukunftssicheren industriellen Wirtschaftszweigen. Auch deutsche Unternehmen haben den Vorteil erkannt, in diese Region zu investieren. So treffen Sie auf Firmen wie Bosch, Liebherr und Volkswagen, wenn Sie die Region bereisen.

Feste und Attraktionen

Die bekannteste aller Feierlichkeiten ist wohl die “San Fermín”, bei der Stiere und Menschen durch die engen Gassen der Altstadt getrieben werden. Ein äußerst umstrittenes und blutiges Spektakel, bei dem jedes Jahr Verletzte und gar Tote zu beklagen sind. Der Spaß an dieser Veranstaltung bleibt mir verborgen und einzig Mitleid habe ich mit den Tieren.
Doch ein anderes Fest ist dafür umso sehenswerter, der Karnevalsumzug “Zanpantzerrol”.
Hier werden große Pappmachéfiguren durch die Straßen getragen um am Ende, begleitet von einem brillanten Feuerwerk, verbrannt zu werden.
Kunstliebhaber aller Art zieht es das ganze Jahr hindurch nach Estella mit seiner weltberühmten Freitreppe vor der “Iglesia de San Pedro de la Rúa”. Auch die zahlreichen Musikfestivals sind hier ein Publikumsmagnet. Darüber hinaus können Sie anschauliche Mittelalterfeste in Tudela erleben. Tudela ist die zweitgrößte Stadt der Region und für seine Mittelalterfeste eine bekannte Größe. Wenn Sie mit den Festen, Feierlichkeiten und Kultur weniger am Hut haben, haben Sie die Möglichkeit in etwa fünfzig Nationalparks die beeindruckende landschaftliche Vielfalt der Region kennenzulernen. Sportlichen Aktivitäten aller Art steht Ihnen hier nichts im Wege. Vom Wandern bis zum Paragliding steht Ihnen alles offen.

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