Die spanische Vielfalt der Pflanzen – der Zitronenbaum

Der Zitronenbaum stammt ursprünglich vermutlich aus Zentralasien. Seinen Weg nach Europa fand die Pflanze etwa im 11. Jahrhundert, als die Mauren den Samen mit nach Spanien brachten. Sie können es sich schon denken – dem erfolgreichen Siegeszug des Zitronenbaumes stand nichts mehr im Wege und er breitet sich über den ganzen Mittelmeerraum aus. Als Christof Kolumbus seinem Entdeckerdrang nachgab und sein Packerl schnürte, erreichte der Samen des Zitronenbaums auch Amerika.

 

In der heutigen Zitronenproduktion steht Spanien immerhin an vierter Stelle nach Mexiko, Indien und dem Iran. Somit gilt Spanien in Europa als Top-Lieferant der gelben Früchte. Das wiederum bedeutet, dass Johann Wolfgang von Goethe heute entweder über ein anderes Land dichten müsste oder über eine andere Frucht. Sie ahnen es: “Kennst Du das Land, wo die Zitronen blüh’n, im dunklen Laub die Goldorangen glühn….” er meinte damals aber nicht Spanien, sondern Italien.

 

Wie dem auch sei, zurück zu den Zitronenbäumen. Die unterschiedlichen Arten der Zitronenbäume bringen natürlich auch verschiedene Früchte hervor. Dicke Schale oder etwas dünnhäutig, mit vielen Kernen oder prall gefüllt mit Fleisch, mit Stacheln an der Pflanze oder glatt wie ein Babypopo. Egal, vor welchem Gewächs eines Zitronenbaumes Sie stehen, der Duft der Pflanze ist fantastisch. Übrigens gehört der Zitronenbaum zu den wenigen Pflanzenarten, die das ganze Jahr Früchte bringen, dabei hängen reife und unreife Zitronen einträchtig nebeneinander.

 

Wie wäre es, wenn Sie aus Ihrem nächsten Spanien-Urlaub einen kleinen Zitronenbaum als Andenken mitbringen? Die Kübelpflanze benötigt ein nettes, kleines, sonniges und dabei windgeschütztes Plätzchen im Garten oder auf der Terrasse. Möchten Sie Ihren Zitronenbaum lieber in der Wohnung haben, dann gönnen Sie ihm einen sonnigen Fensterplatz. Diese Pflanze mag Wasser, aber mit dem richtigen Maß. Weder zu nass, noch zu trocken, vielleicht prüfen Sie die Erde so etwa alle drei Tage. Im Winter möchte Ihr Zitronenbaum allerdings nicht draußen stehen. Da er nicht winterhart ist, sollten Sie sich beizeiten nach einem schönen Platz im Haus umsehen. So um die 14 bis 16 Grad sollten dort schon vorherrschen, allerdings mag der Zitronenbaum in dieser schweren Zeit auch nicht ganz so viel Wasser. Wenn Sie alles richtig machen, werden Sie viel Freude mit einem Zitronenbaum haben, so viel sei verraten.

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