Ostern in Spanien

 

Ostern ist in Spanien ein wichtiges Fest, welches sehr ausgiebig gefeiert wird. In Spanien stehen zu dieser Zeit die religiöse Tradition im Mittelpunkt, aber auch kulinarische Speisen, denn immerhin endet die Fastenzeit am Ostersonntag und somit darf wieder nach Belieben gespeist werden. Auch Alkohol darf wieder genossen werden – auch die Spanier trinken gerne eine gute Flasche Chardonnay, der auch in Spanien angebaut wird.

Die Osterzeit in Spanien beginnt mit der Karwoche Semana Santa am Palmsonntag. Ostern ist der eigentliche Höhepunkt des liturgischen Kalenders der Spanier und findet am Sonntag nach dem ersten Vollmond, meist um den 21. März, statt. Das Osterfest wird in dem Zeitraum zwischen dem 22. März und dem 15. April gefeiert und bestimmt somit, wann die Spanier zum Beispiel Karneval und Himmelfahrt und andere Feste feiern. Dementsprechend verschieben sich die Daten, sobald das Osterfest später gefeiert wird. Es gibt spezielle Unterschiede zwischen den spanischen Regionen, welche sich beispielsweise in Osterbräuchen, Ostertraditionen und dem Festmahl äußern.

 

Das spezielle unterschiedliche Ostermahl


Je nach Region unterscheidet sich das Ostermahl. Von Lamm über Stockfisch in Verbindung mit frischen sonnengereiften Tomaten, ist alles möglich. Die Mallorquiner unternehmen am Ostermontag gerne ein ruhiges und gemütliches traditionelles Picknick am Strand oder in einer ruhigen Umgebung in einem Bierzelt. Gerne werden dabei die bekannten Panades-Teigtaschen mit einer Fleisch-, Fisch- oder Gemüsefüllung serviert. Eine süße Variante dieser berühmten und begehrten Teigtaschen sind die Robiols. Sie werden mit einer Marmelade- oder Quarkfüllung angefertigt. In Valencia begeben sich die Einwohner am Ostermontag gern an den Strand oder aufs Land, in die Natur, um die traditionelle Mona zu verspeisen oder einen Drachen fliegen zu lassen.

 

Die Osterbräuche

 

Ostern wird in Spanien als Pascua bezeichnet, da es aufgrund des religiösen Bezuges gefeiert wird.

Die Mona wird gerne als Ostermahl verspeist, wie schon zuvor erwähnt. Sie ist ein traditionelles valencianisches Gebäck, welches aus einem süßen Hefeteig aus Eiern, Zucker, Mehl und Olivenöl zubereitet und in der Mitte mit einem gekochten Ei verziert wird.

Die benötigten Eier werden an der Stirn eines Freundes aufgeschlagen und danach gemeinsam verspeist. In der Region von Katalonien bis Murcia wird die Mona gerne in Form eines Kranzes, durch welchen den ständigen Kreislauf der Natur dargestellt wird, am Ostersonntag gebacken und gegessen.

In Katalonien werden aus Schokolade wahre Kunstwerke, wie verschiedene Tiere, gegossen sowie geformt und dienen als Spezialität zum Osterfest. Im Norden Spaniens, im Baskenland, werden beim Backen der Mona so viele Eier verwendet, wie das eigene Patenkind Jahre zählt. Ist zum Beispiel das Patenkind drei Jahre, so bekommt die Mona drei Eier usw. In der Region der Kastilien und Andalusiens, Argos und dem Westen Spaniens wird dem Gebäck anstatt Zucker, Salz zugegeben, damit ein salziges Gebäck entsteht. Die Spanier dieser Regionen mögen diese Spezialität besonders gern, wenn sie mit Eiern, Fisch oder Fleisch gefüllt ist und eher eine herzhafte Speise darstellt. In der Region um Valencia wird die Mona gerne von verliebten Pärchen in der Nähe einer Wasserquelle gegessen. Diese symbolisiert die Quelle des Lebens.

Das persönliche Backen der berühmten Mona rückt leider immer mehr in den Hintergrund, da diese fast überall, in Bäckereien sowie Supermärkten angeboten wird. Selbst hergestellt schmeckt sie aber immer noch am besten, denn dieses Gebäck kann nach Belieben angefertigt werden, ob süß oder salzig herzhaft, denn jeder mag es anders. Anders als bei uns in Deutschland bekommen die Kinder in Spanien keine Schokohasen und bunte Eier sowie große Geschenke, sondern die kleinen süßen Brote mit einem hart gekochten Ei in der Mitte. Am Karfreitag und Ostersonntag finden die wichtigsten Osterprozessionen in Spanien statt. Diese haben ihren Ursprung in Sevilla, in welcher die schönsten und berühmtesten Prozessionen auch heutzutage noch stattfinden. Kinder warten mit ihren frisch gesammelten Palmenblättern, welche oftmals mit Schleifen und Süßigkeiten behangen sind, vor der Kirche am Palmsonntag auf die Segnung ihrer Palmzweige. Mit diesem Osterbrauch gedenken die Christen, den Einzug Jesus in Jerusalem.

Einen Osterurlaub in Spanien zu verbringen ist auf jeden Fall eine Reise wert. Sie erleben Tradition pur in Verbindung mit verschiedensten Osterbräuchen und Speisen unterschiedlicher Art. Sie erleben die spanische Kultur und werden jeden Moment ausgiebig genießen, denn kaum ein Land bietet zu dieser Zeit solche Erlebnisse, wie Spanien. Lassen Sie sich verzaubern von kulinarischen Genüssen sowie den religiösen Traditionen und tauchen Sie ein in die Welt Spaniens. Lernen Sie die Menschen und ihre Kultur ausgiebig kennen und Sie werden immer wieder in der Osterzeit in dieses Land verreisen.

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