Heiß begehrtes Olivenöl

Der Olivenanbau in Spanien und die Herstellung von Olivenöl

Jeder von uns mag es, jeder benutzt es und jeder weiß, wie gesund es ist. Olivenöl gibt es mit Sicherheit in fast jedem Haushalt. Aber haben Sie sich schon mal Gedanken über den Anbau von Olivenbäumen oder die Herstellung von Olivenöl gemacht? Naja, vermutlich denken Sie – „ist mir eigentlich egal, solange es das Olivenöl im Supermarkt gibt, ist alles prima“!

Dabei ist es wirklich interessant, sich dieses Thema einmal näher anzuschauen.

Wussten Sie zum Beispiel, dass Olivenbäume schon seit dem vierten Jahrtausend vor Christus kultiviert wurden? Zu uns nach Spanien kamen sie im neunten Jahrhundert vor Christus. Die Phönizier brachten sie zu uns. Aber diese Bäume hatten nur wenige Früchte und waren alles andere als ideal, um Olivenöl herzustellen. Dann waren es die Griechen, die eine etwas bessere Baumart brachten, aber auch diese war nicht wirklich der Burner. Dann kamen die Römer, sie waren es die Olivenbäume bei uns in großem Stil und nach griechischem Vorbild kultivierten.

Heiß begehrtes Olivenöl

Olivenöl gehörte in der damaligen Zeit zu den totalen Luxusgütern. Olivenöl war das flüssige Gold Spaniens und so gingen täglich voll beladene Schiffe mit dieser Kostbarkeit in Richtung Rom auf die Reise. Genutzt wurde es für den Verzehr, aber auch zur Pflege von Haut und Haar. Nachdem das Römische Reich seinen Niedergang erlebte, interessierte sich auch fast niemand mehr für die Olivenhaine. Doch Anfang des achten Jahrhunderts nach Christus kam es zu einer Wiederbelebung des Olivenanbaus. Diesesmal waren es die Araber und sie hatten auch schon die medizinische Seite des Olivenöls entdeckt. Sie setzten alles daran, die Ausbeute des Öls zu steigern. Unter der Herrschaft von Al Andalus wurden derartig viele Olivenhaine angebaut, dass Spanien noch heute der weltweit größte Olivenölproduzent ist.

Herstellung und Qualität

Zwischen November und Februar werden die Oliven geerntet. Dabei schlägt man sie mit langen Stäben von den Bäumen und sie fallen auf zuvor unter den Bäumen ausgelegte Netze. Will man eine gute Qualität des Öls muss man die aufgeplatzten sowie überreifen Früchte aussortieren. Sie können Bitterstoffe enthalten und somit die Qualität stark mindern. Olivenöl gibt es in sehr verschiedenen Qualitäten. Das Beste ist „Natives Olivenöl Extra“. Es ist hundertprozentig kalt gepresst und darf keinesfalls mehr als einen Säuregrad von 1,0 aufweisen.

Wenn Sie das nächste Mal Olivenöl einkaufen, dann achten Sie einfach auf den Anteil der Fettsäure. Faustregel: desto niedriger der Anteil der Fettsäure desto besser seine Qualität.    

%d Bloggern gefällt das: