Andalusien aus der Nähe betrachtet – Teil 8: “Sevilla”

 

Die Provinz Sevilla

Die größte der acht andalusischen Provinzen hat zwar keinen direkten Zugang zum Meer, an natürlichem Wasser mangelt es in der 14.042 km² großen Region trotzdem nicht. Dafür sorgt der Guadalquivir, der längste Fluss Andalusiens Fluss durchzieht Sevilla von Norden nach Südwesten. Übrigens kann der Guadalquivir bis in die andalusische Hauptstadt Sevilla mit Hochseeschiffen befahren werden.

Von den über 1,8 Millionen Einwohnern der Provinz leben rund 40% in der gleichnamigen Hauptstadt. Die Provinz Sevilla grenzt an Huelva, Málaga, Cadiz und Badajoz. Die Menschen leben vom Tourismus, Landwirtschaft und Viehzucht. Das fruchtbare Land in den Tälern des Guadalquivir und das mediterrane Klima bilden ideale Bedingungen für den Anbau von Oliven, Zitronen oder Orangen.

Frühjahr und Herbst gelten als ausgezeichnete Reisezeit, denn im Hochsommer klettert das Thermometer gerne auf über 40 Grad. 3000 Sonnenstunden im Jahr lassen die Niederschlagsmenge erahnen. Das meiste Nass fällt im Dezember vom Himmel und der Januar gilt als der kälteste Monat.

Die Provinz Sevilla ist hervorragend auf ihre Besucher vorbereitet. Vom Luxushotel bis zur Privatunterkunft auf einer Farm stehen den Gästen alle Möglichkeiten offen. Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle bedienen jeden Geschmack. Zu den beeindruckendsten Städten zählen neben der Provinzhauptstadt Sevilla noch Alcalá de Guadaira, Dos Hermanas, Écija oder Utrera, wobei sich die Liste unendlich fortsetzen ließe.

Die Kathedrale Maria de la Sede steht in Sevilla und sie ist die größte gotische Kathedrale der Welt. Der Bau zog sich von 1401 bis 1519 hin und seit 1987 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist die größte maurische Burganlage auf der gesamten Iberischen Halbinsel. Das Schloss mit den elf Türmen steht in Alcalá de Guadaira und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Ferdinand III. hat die Anlage im 13. Jahrhundert umgestaltet, das Ergebnis ist bis heute erhalten geblieben.

Naturparks bedecken etwa 14% der Fläche der Provinz Sevilla. Einige werden per Boot über den Guadalquivir angesteuert und an den Anlegestellen können die Gäste das Boot verlassen und ihre Wanderung in die wild-romantische Natur beginnen. Tier- und Naturliebhaber kommen in allen Naturparks voll auf ihre Kosten. 20 km südlich von der Provinzhauptstadt liegt der Naturpark Brazo del Este, weit über 200 verschiedene Vogelarten haben hier ihre Heimat.

%d Bloggern gefällt das: