Andalusien aus der Nähe betrachtet – Teil 7: “Jaen”

Die Provinz Jaén

Zwischen der kastilischen Hochebene im Norden und dem Andalusischen Faltengebirge im Süden liegt die Provinz Jaén. Die autonome Region liegt im nordöstlichen Andalusien und grenzt östlich an Córdoba, süd- und südwestlich an Granada, nordöstlich an Albacete und nordwestlich an Ciudad Real.

Jaén wird von der Natur dominiert. Keine andere spanische Provinz bietet flächenmäßig mehr Naturschutzgebiete. Die 13.484 km² große Provinz bietet vier eindrucksvolle Naturparks:

· Sierra de Cazorla

· Sierra de Andújar

· Sierra Mágina

· Despeñaperros

Der Nationalpark Sierra de Cazorla ist der größte in ganz Spanien und zugleich die Geburtsstätte des 657 km langen Fluss Guadalquivir.

Oliven spielen in der Provinz Jaén die Hauptrolle. Nahezu zwei Drittel der Anbaufläche sind mit Olivenhainen bestückt. Das weltweit größte Olivenanbaugebiet liegt wo? Genau, in der andalusischen Provinz Jaén. Hier dreht sich alles um das “flüssige Gold”. Die ersten Sätze heimkehrender Gäste drehen sich mit Sicherheit um Oliven. Kein Foto ohne Olivenhaine, kein Gericht ohne den herben Geschmack der Früchte.

Flache Anbaugebiete, zerklüftete Felsformationen und hügelige Landschaften – neben der wunderschönen Natur bietet die Provinz noch viel mehr: malerische Dörfer und historisch beeindruckende Städte. Die Provinzhauptstadt Jaén liegt – wie könnte es anders sein – inmitten von Olivenhainen und gehört zu den größten Produktionsstätten des flüssigen Goldes. Wer den würzigen Duft der Früchte gegen historische Luft austauschen möchte, sollte der Kathedrale im Herzen der Stadt Jaén einen Besuch abstatten. Gewaltig und eindrucksvoll, so präsentiert sich das Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert. Allein die Türme sind 26 Meter hoch und die Orgel im Inneren stammt aus dem 18. Jahrhundert.

1913 wurden die arabischen Bäder entdeckt und seit 1984 sind sie Besuchern zugänglich. Sie stammen aus dem 11. Jahrhundert und zeugen bis heute von einer einmaligen Schönheit.

Zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören die Renaissance-Städte Baeza und Úbeda. Kirchen, Paläste und Adelshäuser, soweit das Auge reicht. Die beiden Städte sind historisch und architektonisch bedeutsame Zeitzeugen.

Die Kalifats- und die Nasriden-Route führen durch die Provinz Jaén. Bedeutsame Orte wie etwa Alcaudete oder Martos liegen an der Kalifatsroute, während Mengibar, Jodar oder Jimena an der Nasridenroute liegen. Beide Routen führen durch eine fantastische Natur und sind mit geschichtlichen Sehenswürdigkeiten gespickt. Kirchen aus der Gotik, maurische Burgen und Paläste aus der Renaissance entlang der Route bieten einen sehenswerten Blick auf die historische Vergangenheit der Region.

%d Bloggern gefällt das: