Der Iberien-Steinbock: unspektakulär – und doch schön

 

 

Heute kümmern wir uns mal um eine Tierart, die vielleicht nicht so spektakulär ist. Doch bekanntlich sind wir von espagna äußerst tierlieb und deswegen findet der Iberien-Steinbock mit der gleichen Sympathie auf unserem Blog Einlass, als wäre er ein Dino. Sein Name verrät es, der Iberien-Steinbock lebt auf der Iberischen Halbinsel.

 

Eigentlich ist er eine wilde Ziege und doch unterscheidet ihn kaum etwas vom Alpen-Steinbock. Der

Iberien-Steinbock ist kleiner und zierlicher als der Alpen-Steinbock und auch seine Hörner

sind anders geschwungen. Er wird 65 – 75 cm hoch in der Schulterhöhe und die Böcke können bis zu 80 kg wiegen. Die Weibchen wiegen etwa die Hälfte. Die Hörner des Bocks können bis zu stolze 75 cm lang werden.

Leider sind diese wunderbaren Hörner äußerst beliebte Trophäen bei Jägern, für uns unfassbar!

 

Zurück zum Thema, die weiblichen Tiere haben dagegen nur kurze fast gerade Hörner.

Seinen Lebensraum findet der hübsche kleine Bock überall dort, wo das Gelände felsig und bergig ist. Der Iberien-Steinbock ernährt sich in gleicher Weise wie der Alpen-Steinbock, nämlich von Kräutern, Gräsern und Blättern.

 

Die Lebensart des Iberien-Steinbocks

 

Während der Paarungszeit leben die Iberien-Steinböcke in kleinen Gruppen zusammen. Das ist die Zeit zwischen November und Januar. Die Gruppen bestehen aus Böcken und Weibchen. Und wenn der Spuk vorbei ist, verlassen die alten Böcke die Gruppen schnell wieder, denn sie sind Einzelgänger. Spätestens, wenn die Weibchen dann ihre Jungen gebären, verlassen auch die jungen Böcke die Gruppen. Die Geißen tragen etwa sechs Monate an ihrer Frucht. Im Mai gebären sie dann. Manchmal, wenn auch selten, bekommen sie sogar Zwillinge.

 

Der Iberien-Steinbock – eine bedrohte Art

 

Einst war der Iberien-Steinbock weit verbreitet. In den Pyrenäen sowie auf vielen Bergketten Spaniens und Portugals konnten Sie auf diese kleinen Böckchen stoßen. Platz ist ja auch genug da, doch der Mensch hängte sich lieber die Hörner stolz in sein Wohnzimmer.  „Glück auf“ den Jägern, denn die sind Hauptursache dafür, dass die gesamte Art heute stark bedroht ist. Der portugiesische Steinbock, der Pyrenäen-Steinbock und auch der iberische Steinbock sind allesamt bereits ausgestorben. Das letzte Tier starb am 6. Januar 2000. Ein trauriger Tag, so finden wir. Der Grund für das Aussterben: die schön geschwungenen Hörner. Dadurch sind sie für Jäger „unwiderstehlich“. Super. Jeder tierliebe Leser dieses Artikels wird wohl dabei die gleichen Gedanken haben wie wir.

Spanische Forscher haben sogar versucht den iberischen Steinbock zu klonen, ganz wie bei „Jurassik-Park“.  Das so geborene Tier lebte jedoch nur sieben Minuten und verstarb dann. Es litt an einer Lungenfehlfunktion. Doch Zoologen hoffen, dass es eines Tages gelingen wird, den iberischen Steinbock zum Leben zu erwecken.

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