Andalusien aus der Nähe betrachtet – Teil 3: “Granada”

 

Die andalusische Provinz Granada im spanischen Süden bietet einmalige Gegensätze. Auf einer Fläche von 12.635 km² fügen sich die Mittelmeerküste im Süden und die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada in das Landschaftsbild ein. Die Provinz Granada teilt sich die Sierra Nevada und den gleichnamigen Nationalpark mit seinem östlichen Nachbarn, der Provinz Almeria. In der Nähe der Hauptstadt Granada erhebt sich der 3.482 Meter hohe Mulhacén, es ist der höchste Berg der Iberischen Halbinsel auf dem Festland.

Die Provinz Granada hat viele Nachbarn. Almeria im Osten, ein kleiner Zipfel von Albacete im Nordosten, Jaén im Norden, das nordwestliche Córdoba und südwestlich liegt Málaga. Im Süden wird Granada durch den Küstenstreifen des Mittelmeeres begrenzt. Granada besticht durch einzigartige Landschaftsformationen, dies wird durch vier große Naturparks eindrucksvoll unterstrichen:

  • Sierra de Baza, eine bergige Region im Osten Granadas.
  • Sierra de Castril, eine Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten.
  • Sierra de Huétor, die Region ist seit 1989 ein Naturpark, auch hier leben viele selten Tiere.
  • Sierra Nevada, der wohl bekannteste Naturpark erstreckt sich von Granada bis in die Provinz Almeria.

Von den etwa 900.000 Einwohnern Granadas leben ungefähr 30 % in der gleichnamigen Hauptstadt. Die meisten Menschen leben vom Tourismus oder von der Landwirtschaft. Granada ist von der Vergangenheit stark geprägt und weist eine Vielzahl an historischen Bauten aus der maurischen Zeit, aber auch aus der Gotik und Renaissance auf. Musikfreunde bekommen bei der Erwähnung Granadas leuchtende Augen, denn die Stadt ist für ihre Gitarrenbauer weltbekannt.

Direkt am Mittelmeer liegt Almuñécar, der Ort an der Costa Tropical ist zwar ein beliebter Urlaubsort, aber zu keiner Zeit überlaufen. Eine ehemalige römische Siedlung findet man in Maracena, nur ein paar Kilometer vom Zentrum Granadas entfernt.

Der maurische Einfluss ist in Baza bis heute sichtbar, die Bäder aus dem 10. Jahrhundert spiegeln die Vergangenheit genauso wieder wie die sehenswerten Wohnhöhlen. Auch die Stadt Guadix hat ein Viertel mit solchen Wohnhöhlen, ein absolutes Highlight bei einem Besuch der Provinz.

Doch nicht nur die großen Städte bieten eine reichhaltige Auswahl an Sehenswürdigkeiten, dem Charme der kleinen Ortschaften in den Bergen kann sich kaum jemand entziehen. Keine Spur von Stress und Hektik, das Leben im Einklang mit der Natur steht im Vordergrund.

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